PROJEKTBESCHREIBUNG

bauherrStadt Aachen
wettbewerb2. Preis
hnf4.857 qm
bgf9.530 qm
gesamtkosten21,2 Mio DM

Grundlage für die Neugestaltung des traditionsreichen Kunstmuseums in der Aachener Innenstadt war die Erhaltung der beiden Bestandsgebäude: der Villa, 1901 im Stil der Neorenaissance errichtet, und des Anbaus aus den 1930er Jahren. Heute bilden die historischen Gebäude, insbesondere die ornamentale Villa, gemeinsam mit dem modernen und sachlichen, jedoch nicht minder ausdruckstarken Neubau ein spannungsvolles Ensemble aus Alt und Neu - gestalterisch getrennt durch eine Glasfuge. Bei der Renovierung wurde der Bestand soweit wie möglich erhalten. Gleichzeitig konnte durch behutsame Umbauten ein offenes Raumgefüge mit einem hohen Maß an Tageslicht etabliert werden. Die über mehrere Geschosse reichende zentrale Treppenhalle der Villa wurde wieder geöffnet; in den Obergeschossen wurden die historischen Wandgemälde freigelegt. Die ehemalige, prachtvoll gestaltete Kutscheneinfahrt fungiert heute als Eingangshalle. Der Neubau, errichtet auf einer 11 Meter breiten und 90 Meter langen Baulücke, beherbergt ergänzende Funktionsbereiche: neben dem Cafe einen Vortragssaal und im überbauten Hof eine Wechselausstellung. Das bewußt expressive Farbkonzept der Ausstellungs-räume verleiht den Exponaten besondere Erlebnisqualitäten.