PROJEKTBESCHREIBUNG

bauherrStadt München
wettbewerbSonderpreis
hnf3.200 qm
bgf
gesamtkosten13 Mio €

Städtebaulich wird das Umfeld des künftigen Dokumentationszentrums dominiert von massigen, hermetisch wirkenden Architekturen sowie dichten Gehölzstrukturen. Der Neubau des Dokumentationszentrums soll einen deutlichen Bruch mit der Geschichte des Standortes kenntlich machen. Darauf bauend, ist Kernidee dieser Arbeit, einen deutlich anderen Ort innerhalb der gegebenen städtebaulichen Struktur zu errichten. Die Verfasser schlagen vor, den Neubau des NS-Dokumentationszentrums nicht in der Kubatur des ehemaligen „Braunen Hauses“ wieder zu errichten, sondern vielmehr eine Leerstelle im Stadtkörper sichtbar zu belassen.

Da die Planungen des Nationalsozialismus im Bereich des Königsplatzes bis in die heutige Zeit fortwirken, erscheint eine reine Rückkehr zum ursprünglichen städtebaulichen Konzept von Karl von Fischer als unmöglich. Der vorgeschlagene Entwurf bildet ein Gegengewicht zu den beiden Troostbauten, ohne dazu jedoch dessen Massivität zu bedürfen. Einen Ort, der sich mit selbstbewusster Offenheit in den Kontext des Bestehenden einfügt, Vorgefundenes nicht kaschiert, sondern offensive Sichtbeziehungen in den umgebenden Außenraum und die historische Topografie anbietet.