PROJEKTBESCHREIBUNG

bauherrBImA
wettbewerbTeilnahme
hnf3.370 qm
bgf6.040 qm
gesamtkosten18 mio €

Der Institutsneubau fügt sich mit seinen zwei Geschossen in das horizontale Landschaftsbild des Rheintales und die umgebenden Felder ein. Der Leitgedanke des Entwurfes ist es, nicht die technische Anmutung eines Laborgebäudes zu erzeugen sondern vielmehr einen Ausdruck zu finden, der an landwirtschaftliche Bauten oder an zeitgenössische  Weingüter erinnert. Dies wird durch zwei Gestaltungselemente erreicht: Zum Einen durch die lichte transparente Auflösung des Baukörpers in Form einer das Gebäude umgreifenden Veranda mit vorgelagertem Rankgerüst und zum Anderen durch Verwendung des Materials Holz. Der Neubau gewinnt auf diese Weise eine Leichtigkeit und Offenheit, die in deutlichem Kontrast zum bestehenden, rückzubauenden Laborgebäude steht. Die dem Gebäudeentwurf innewohnende Kammstruktur wird durch den Umgang aus vorgelagerten Stützen überlagert, so dass das Gebäude als solitärer Baukörper in der Landschaft wirkt und nicht in einzelne Gebäudetrakte zerfällt. So entsteht ein Schwerpunkt innerhalb der Liegenschaft, der sich von den kleinteiligen Nebengebäuden absetzt. In der Ausrichtung wird die Orientierung der mit dem Neubau in Verbindung stehenden Gewächshäuser aufgegriffen.

Das Thema Kulturpflanzen und Weinbau wird durch die mit wildem Wein bewachsene Fassade sichtbar nach außen getragen. Die Fassadenbegrünung bewirkt Beschattung und Kühlung und verringert die Lärmeinwirkung durch die in unmittelbarer Nachbarschaft angrenzende Autobahn. Im jahreszeitlichen Verlauf ergibt sich ein lebendiges Farbspiel.