PROJEKTBESCHREIBUNG

bauherrDeutscher Bundestag
wettbewerb1.Preis
hnf1.200 qm
bgf2.600 qm
gesamtkosten8 Mio. €

Bei dem Bauvorhaben handelt es sich um die Sanierung und Erweiterung der bundeseigenen Liegenschaft Neustädtische Kirchstraße 14 zur Nutzung durch den Deutschen Bundestag. Die Giebelfront nach Norden wird aufgrund der weit in den Spreebogen wirkenden Kopfsituation nicht als Brandwand sondern als dritte Fassade betrachtet. Die Nordfassade erhält über die gesamte Breite eine Befensterung, so dass sich eine ausgewogene Komposition ergibt. Dabei wird der Bruch zwischen Alt- und Neubauteil nicht inszeniert, sondern vielmehr im Sinne des Weiterbauens ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt. Der Neubauteil greift in diesem Sinne Proportionen und Gliederungen aus der Straßenfassade auf und entwickelt sie weiter. Zum rückseitigen Grundstück wird die als einziges Relikt an Schlüters Gesamtanlage der Landesloge erinnernde Mauer in die Gestaltung mit einbezogen. Durch die plastisch tiefe Gliederung der Neubaufassade ergibt sich ein Ineinandergreifen von Alt- und Neu, indem die Wandebene in der Pfeilerordnung der aufgehenden Neubaufassade übernommen wird. Es entsteht ein ganzheitlicher monolithischer Baukörper. Dennoch bleiben die bauzeitlichen Schichten durch die Art der Gestaltung weiter erlebbar. Der Neubauflügel ist durch seine gegenüber dem Altbau reduzierte Formensprache stets ablesbar.